Future Planet Europe Konferenz

Neue Perspektiven für Europa: Konferenz über Systemwandel und Nachhaltigkeit

Wie soll Europas Zukunft aussehen?
Ist der Green Deal der EU ausreichend?
Können wir uns auf Konzerne verlassen, wenn es um den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt geht?

Das EU-Experiment aus Marktwirtschaft, gepaart mit politischer Bürokratie, stellt uns vor enorme soziale, ökonomische und Umweltprobleme.

Gibt es Lösungen? Wie sehen die Alternativen für Europa aus? Wie können Märkte im Einklang mit Mensch und Natur gefördert werden ?

Bei dieser Konferenz sprechen bekannte Vertreter alternativer Theorien und Aktivisten darüber, wie wir den Herausforderungen begegnen können.

Schließt den Zugang zu den Arbeitsgruppen am 1. März: Wie können wir uns gegenseitig unterstützen um mehr zu bewirken?

Veranstalter: Future Planet Europe, CICS.NOVA – Centro Interdisciplinar de Ciências Sociais, PRIP – Prout Research Institute of Portugal

Vortragende

Erik S. Reinert

Ökonom und Autor von „How Rich Countries Got Rich and How Poor Countries Stay Poor“

Helena Nordberg-Hodge

Autorin und Veranstalterin der Konferenzen zur Glücksökonomi („Economics of Happiness“)

James Quilligan

Leiter der „Economic Democracy Advocates“

Roar Bjonnes

Autor des Buches „Growing a New Economy“

Paulo de Morais

Mitbegründer der portugiesischen Abteilung der NGO Transparency International

Raquel Varela

Historische Forschungen über Arbeit

Álvaro Fonseca

Mitglied im Degrowth Network Portugal

Renato do Carmo

Director, Inequality Observatory

Gil Penha-Lopes

Wissenschaftle Forschung, FCUL
Mitbegründer des ECOLISE

Gabriel Leite Mota

Ökonom, Dr. in Glücks-Ökonomie

und mehr….

Die EU gründet auf dem Prinzip Konzerne zu fördern anstelle von Mensch und Umwelt, und dieses Prinzip ist ein unsicheres Fundament. Die Marktwirtschaft innerhalb der EU ist in Schwierigkeiten, weil sie dem Gemeinwohl, nachhaltigen Wirtschaftsformen und der Einigkeit der europäischen Völker zuwider läuft. Politisch gesehen ist das Denken in Brüssel zu autokratisch und zu abstrakt geworden um die realen Nöte der Menschen in den entlegenen Gebieten des Nordens und Südens zu begegnen. Deshalb muss eine Union entstehen, die auf neuen politischen Idealen und neuen Wirtschaftskonzepten gründet. Geschieht dies nicht, so ist alles Mögliche denkbar wie wirtschaftliches Chaos und Umweltzerstörung, extremer Nationalismus und sogar Krieg. Es ist Zeit für einen Systemwechsel.

Die unausweichliche Disintegration der heutigen Union hat bereits begonnen. Als Folge der tiefen Frustration mit der EU-Bürokratie und ihrer neo-liberalen Wirtschaftspolitik gewinnen nationalistische, EU-feindliche Bewegungen überall an Einfluss. Der Brexit steht stellvertretend für die vielen Herausforderungen durch EU-feindliche Bewegungen und Parteien, die sich in den meisten Mitgliedsstaaten eingenistet haben, von Skandinavien im Norden bis Griechenland im Süden.

Neue populistische Programme entstehen sowohl von links als von rechts. Probleme wie Demokratiedefizite, die Schwächung rechtsstaatlicher Prinzipien oder die Abhängigkeit von Brüssel werden von linksgerichteten Aktivisten seit Jahren thematisiert. Der Europäische Frühling ist nun angekommen, eine neue, dynamische Bewegung für einen „New European Deal“.

Die Frustration mit der EU, wie vor Kurzem durch einen Aufruf zur kulturellen Einheit durch eine Gruppe aus 30 prominenten europäischen Intellektuellen, unter ihnen Salman Rushdi, verstärkt die Suche nach neuen Perspektiven für Europa. Selbstverständlich ist die Erstarkung des Nationalismus keine Option. Es ist an der Zeit für eine neue Art europäischer Konföderation; eine, die regionale und nationale Besonderheiten stärker berücksichtigt; eine Union aus Nationalstaaten, in der die Wirtschaft dezentraliisiert, demokratisch und nachhaltig arbeitet und die so den Interessen der Völker und Kulturen besser gerecht wird. Wir sind der Überzeugung, dass nur so ein grundlegender System wechsel funktionieren kann.

Nicht nur eine falsche Politik, sondern auch falsche ökonomische Prinzipien, zu viel Macht in den Händen Weniger, treibt die destruktiven Tendenzen an. Das größte Problem der heutigen Ökonomie besteht in dem Glauben, dass in einer endlichen Welt grenzenloses Wachstum möglich ist. Längst haben wir erkannt, dass dies ein Fehlglaube ist. Zeit für Wandel. Wir brauchen ein neues ökonomisches Fundament für Mensch und Natur. Es ist Zeit der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Weder sozialer Ungleichheit noch dem Klimawandel lässt sich ohne einen Systemwechsel erfolgreich entgegen treten.

Jede Region Europas soll ihr industriellen, technologischen und landwirtschaftlichen Ressourcen nutzen und fördern. Nachhaltig genutzte regionale Ressourcen sind das Fundament für ein klug reguliertes Marktgeschehen. Ein Umgestaltung der Wirtschaft ist notwendig, nicht nur politische Reformen. Zeit für einen New Economic Deal für Europas Nationen und Regionen. Ein „europäischer Frühling“ bleibt ansonsten eine Utopie. Mit seiner einzigartigen sozio-ökonomischen Geschichte, seinen traditionell starken progressiven Bewegungen und seinen vielfältigen natürlichen Ressourcen eignet sich Portugal besonders als Modell für regionale ökonomische Unabhängigkeit. Wir sind sogar der Überzeugung, dass Portugal bei richtiger Organisation zu einem Modell für Bio-Regionalität nicht nur innerhalb Europas, sondern für die ganze Welt sein kann.

Es ist Zeit für einen echten Systemwechsel statt weiterer Versuche die herrschende Ökonomie zu reformieren. Wir brauchen eine völlig neue politische Perspektive, einen neuen Wirtschaftsplan jenseits von Konzernkapitalismus und Wohlfahrtsstaat. Diese Konferenz richtet sich an Ökonomen, politisch Aktive und Berater und an Umweltaktivisten. Lasst uns zusammenkommen und abseits ausgetretener Pfade diskutieren und den Entwurf für diese neue Kultur formulieren. Für eine demokratische, gerechte und nachhaltige Ökonomie. Es ist an der Zeit für neue ökonomische Wege nicht nur für Portugal und Europa, sondern für den gesamten Planeten.

EVENT
Neue Perspektiven für Europa: Systemwandel und Nachhaltigkeit
Konferenz

VERANSTALTUNGSORT
Colégio Almada Negreiros, Nova Lisbon University,
Lisbon Portugal

WANN:
28./29. Februar 2020

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